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Wander Vital Hotel Magdalenahof****

Wandern, genießen und erholen im Gsiesertal

 
Familie Burger
39030 Gsies -
Telefon +39 0474 948550 Fax +39 0474 948179
- www.hotelmagdalenahof.it
Betriebszeiten: 07.12.11 - 10.04.12, 26.05.12 - 02.11.12
Zimmer: 21
Meereshöhe: 1470 m
 
 
 
 
 
 
 
Über die Jöcher: Gsies - Innervillgraten
Über die Jöcher: Gsies - Innervillgraten

by Wander Vital Hotel Magdalenahof - 16.09.2010
Kategorie: Genusswanderung

Eine Wanderung auf den mystischen Spuren der alten "Schmuggler". Nach dem ersten Weltkrieg mussten die Bewohner des Gsiesertales, des Villgratentales und des Defereggentales Waren über das Kalksteinjöchl (2349m) schmuggeln, um ihr Überleben zu sichern.
Eine Schmugglergeschichte:
Gleich nach dem 1. Weltkrieg schmuggelten die Gsieser, Villgrater und Deferegger um zu überleben Stoffe, Rinder, Wein, Butter, Zucker, Saccharin, Polentamehl, Tabak, Zigaretten, Feuerzeuge mit Feuerstein usw. über die „Jöcher“, im Besonderen über das Kalksteinjöchl. Im Laufe der Jahre wurden nicht nur die Preisunterschiede zwischen Süd- und Osttirol geringer, sondern den Menschen ging es wirtschaftlich immer besser, sodass im Laufe der 60-er Jahre diese „Schmugglertätigkeit“ langsam zu Ende ging.
Konrad (bereits verstorben), vielen älteren Gästen bekannt, erzählte diese Geschichte den Grundschülern:

„Am 27.Juni 1955 ging ich mit meinem Freund über unseren geheimen Übergang nach Villgraten. Diesmal wollten wir bis zu 50 „Sensen“ schmuggeln. Wir nahmen immer mehrere Flaschen Wein mit hinüber.
Dadurch bekamen wir die Waren etwas billiger und unseren guten Südtiroler Wein tranken sie besonders gerne - lieber als Wasser. Natürlich war es keine Kleinigkeit, 40 bis 50 Stück „Sensen“ den steilen Hang hinauf aufs Jöchl zu schleppen. Jedoch die Gewissheit, im Gsieser Tale gut zu verdienen, bestärkte uns noch mehr, diese Strapazen über uns ergehen zu lassen. Wir waren nicht mehr weit vom Übergang entfernt und schlichen gerade an einem Heuschuppen vorbei, als uns das Herz vor Schreck fast stehen blieb. „Halt, halt, halt!“ schrieen Stimmen aus dem Schuppen.
Mehrere österreichische Polizisten sprangen bereits aus dem Schuppen und versuchten uns zu ergreifen. Wohl aufgrund sicherer Informationsquellen hatten sie uns hier überrascht. Wie von Hunden gehetzt, rannten wir auf und davon. Die „Sensen“ ließen wir einfach alle liegen. Auch einige abgefeuerte Warnschüsse, eine verständliche Aufforderung zum Stehen bleiben, überzeugte uns jedoch nicht, das „Heil in der Flucht“ zu suchen.

 
 






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