Die Defregger Alpen bilden zwischen dem Gsieser Tal (I) und dem Villgratental (A) eine mächtige natürliche Grenze, welche von den Bewohnern der beiden Täler schon seit je her überschritten wurde, um Handel zu treiben. In den Jahren von 1810–1814 sowie auch nach dem zweiten Weltkrieg wurden verschiedene Waren über die Grenze der beiden Täler geschmuggelt. Die „Wege über die Jöcher“ (Joch=Übergang), welche damals entstanden sind, wurden später mit Infotafeln versehen, sodass insgesamt drei grenzüberschreitende Lehrpfade entstanden, welche verschiedenen Themen gewidmet wurden. Sie geben Einblick in die Geschichte und das harte Bauernleben der Talbewohner.
Auch wenn die Technik moderner geworden ist und viele Geräte den Bauern ihre Arbeit erleichtern, so wird die Almwirtschaft im Gsieser Tal und im Villgratental noch wie vor 100 Jahren betrieben. Die Bewirtschaftung der kargen Almregionen ist nach wie vor ein besonders spannendes Thema. Auf diesem Lehrpfad erleben Besucher Natur pur. Die verschiedenen Infotafeln geben Einblick in die Almwirtschaft, Bergmahd, Viehhaltung und in das Leben der Sennerinnen und Hirten.