Ein weltweit einzigartiges Naturschauspiel - Gipfel Neuner, Zehner, Elfer Zwölfer und Einser – die Sextner Sonnenuhr. Von der Terrasse des Berghotels aus betrachtet stimmt der Lauf der Sonne mir deren Bezeichnungen überein.
Im Winter steht die Sonne um 9 Uhr genau über dem Neuner, um 10 Uhr über dem Zehner und so weiter. Für 5 Stunden sind die mächtigen Berggipfel der Sextner Dolomiten die wohl größte Sonnenuhr überhaupt! Nur die Einführung der Sommerzeit vermasselt die Sache ein wenig – aber eben nur ein wenig!
Aber wer hat eigentlich entdeckt, dass man an dieser Bergkette im Hochpustertal, die Zeit ablesen kann? Die Geschichte der Sextner Sonnenuhr geht wohl auf die antiken Römer zurück, die bereits vor 2000 Jahren in der Dolomitenregion siedelten. Diese zählten die Stunden des Tages ab Sonnenaufgang. Mittags um 12 Uhr stand die Sonne demnach über dem heutigen Zwölferkofel, für die Römer allerdings zeigte sie die „sexta hora“ an, also die sechste Stunde.
Dies könnte sogar ein Hinweis darauf sein, woher des Ortsname Sexten ursprünglich stammt, denn nur von Sexten aus, sieht man die Sonnenuhr in voller Breite. Sexten, also der Ort, an welchem die sechste Stunde gemessen wird.